Themen & Inhalte der UNIT Yogatherapie Module 250h

Jeder, der länger Yoga praktiziert, erfährt am eigenen Leib, wie durch Yoga die Selbstheilungskräfte aktiviert werden können. Schnell ist einem klar, wie wirkungsvoll Yoga erst sein muss, wenn man die unterschiedlichen Praktiken wie Pranayama, Asanapraxis, Philosophie (Yamas/Niyamas) und Meditation ganz gezielt einzusetzen weiß.

Das genau ist das Ziel der UNIT Yogatherapie Ausbildung 250h.

Innerhalb der Ausbildung gewinnen Sie tiefe Einblicke in die Arbeit als Yogatherapeut. Wie bei allen UNIT Yoga Ausbildungen steht bei uns die praktische Anwendbarkeit des Gelernten immer im Vordergrund. So ist diese Ausbildung aus dem tiefen Wunsch entstanden, Strukturen und Hintergründe des yogatherapeutischen Arbeitens so zu vermitteln, dass es sofort verstanden und angewendet werden kann.

Deswegen gibt es in jedem Spezialisierungs-Modul zu jedem Beschwerdebild ganz konkrete Übungsserien jeweils mit folgenden inhaltlichen Elementen:

  • speziell modifizierte Asanas/ Körperübungen
  • beschwerdespezifische Pranayamas/ Atemübungen
  • angepasste Meditationen/ Konzentrationsübungen
  • angewandte & gelebte Yogaphilosophie/ einfache aber einprägsame Erklärungen

In jedem der 4  Spezialisierungsmodule beleuchten wir das jeweilige Thema aus verschiedenen yogatherapeutischen Perspektiven, denn nicht bei jedem Teilnehmer kann bei dem gleichen Beschwerdebild auch die gleiche Maßnahme angewendet werden.

Hier orientieren wir uns immer an den am häufigsten auftretenden Krankheitsbildern!

Themen Übersicht der Module

Nr Thema Inhalt Unterrichtseinheiten
01 Untere Extremitäten Fuß, Knie, Hüftgelenk 50
02 Die Körpermitte Lendenwirbelsäule und Becken 50
03 Der Oberkörper BWS, HWS, Schulter/Nacken 50
04 Stressprävention Burnout & Co. 50
05 Therapeutische Übungssequenzen besondere Einheiten & Übungsreihen 50

Jedes Modul ist einzeln buchbar. Die Reihenfolge ist nicht nach den Nummern festgelegt, sondern kann frei gewählt werden.

Die Grundfragen der Ausbildung lauten:

  • Wie kann ich als Yogatherapeut unterstützen, wenn die Ursachen für ein Leiden auf  physiologischer oder psychosomatischer Ebene verortet sind?
  • Wie kann ich durch modifizierte Asanas, Massagegriffe und Trigger Point Massagen, Hilfsmittel (vom Block bis zur Black Roll) speziellen Pranayamas, Gespräche über Yogaphilosophie meinem Gegenüber helfen?
  • Welches anatomische aber auch yogaspezifische Wissen braucht der Yogalehrer, um Sicherheit in seinem Tun zu erlangen?

Dabei sind die einzelnen Spezialisierungs-Module in sich inhaltlich abgeschlossen, sodass man nach dem jeweiligen 5-tägigen Modul schon beginnen kann, an sich selbst oder mit Anderen zu arbeiten.

Die Module müssen nicht in einer bestimmten Reihenfolge teilgenommen werden. Jeder Teilnehmer kann sich die Themen und Termine individuell zusammenstellen.


Themen & Inhalte im Detail

Ausbildungsinhalte sind in jedem Modul sowohl in Theorie als auch in der Praxis:

  • Anatomie (incl. Faszien)
  • funktionelle Anatomie
  • Blickdiagnostik/ Beobachtung/ Anamnese
  • Koordinations- & spezielle Kräftigungsübungen
  • PNF
  • spezifische Kräftigungs- und Koordinationsübungen mit Schwerpunkt auf dynamische oder statische Kraftentwickulung in den physiologisch wichtigen Gelenkwinkelstellungen
  • Yoga-Übungen in spezieller Ausführung und Ausrichtung
  • Massagegriffe und Triggerpoint-Massagen
  • Entspannung & Release
  • spezielle Impulse & Hilfestellungen
  • spezifisches Pranayama/ Atemübungen
  • Meditation/ Konzentrationsübungen für Spezial-Fälle
  • Yoga-Philosophie/ angewandt & lebbar

Untere Extremitäten (Fuß, Knie, Hüftgelenk)

tl_files/unit_yoga/photos/Ausbildungsphotos gross/Yogatherapie/Yogatherapie-Fuesse.jpgIn diesem Spezialisierungs-Modul beschäftigen wir uns ganz eingehend mit den Füßen, den Knie- und Hüftgelenken und den am häufigsten auftretenden Beschwerdebildern in diesem Bereich, sowie den yogatherapeutischen Interventionsmöglichkeiten.

Gerade die Füße als Basis bei allen stehenden Tätigkeiten (im Yoga wie im Alltag) haben einen maßgeblichen Einfluß auf die Ausrichtung der Gelenke des gesamten Körpers, auch gerade auf das Knie- und Hüftgelenk.

Neuste Studien weisen darauf hin, dass z.B. Athrose im Kniegelenk (Gonathrose) auch auf muskuläre Dysbalancen und damit eine unphysiologische Beanspruchung der Knorperlstrukturen im Kniegelenk zurückzuführen ist. Hierfür ist die korrekte Ausrichtung der Füße unumgänglich!

Auch Hüftbeschwerden können sich auf Fußfehlstellungen zurückführen lassen, können aber auch andere Ursachen haben.

Hier geht es darum, zu erkennen und zu verstehen, wie wir ganz gezielt yogatherapeutisch bei Beschwerdebildern der unteren Extremitäten durch Yoga intervenieren können.

Die Körpermitte (Lendenwirbelsäule und Becken)

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In diesem Spezialisierungs-Modul beschäftigen wir uns ganz eingehend mit der Lendenwirbelsäule, dem Becken sowie dem Ischiasnerv, den am häufigsten auftretenden Beschwerdebildern in diesem Bereich, sowie den yogatherapeutischen Interventionsmöglichkeiten.

Lendenwirbelsäulen-Probleme zählen nach den Erkrankungen der Atemwege zu den häufigsten Ursachen für Arztbesuche in Deutschland. Bandscheibenvorfall und Hexenschutz, aber auch Ischiasprobleme werden heutzutage oft konservativ - also ohne OP behandelt.  Die Ursachen für Rückenschmerzen können auf körperlicher Ebene zu finden sein (Sitzen ist das neue Rauchen!), aber auch auf psychischer Ebene.

Beides sind "Spezialgebiete" des Yoga, da im Yoga mit sehr viel Achtsamkeit auf körperlicher sowie mentaler Ebene gearbeitet wird. Gezieltes Kräftigen und Dehnen sowie Entspannungsübungen können oft sehr schnell eine Linderung der Beschwerden verschaffen.

Der Oberkörper (BWS, HWS, Schulter/Nacken)

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In diesem Spezialisierungs-Modul beschäftigen wir uns ganz eingehend mit dem Oberkörper. Inhaltlich gehen wir dabei besonders ein auf die Brustwirbelsäule, Halswirbelsäule, den Schulter- und Nackenbereich und den am häufigsten auftretenden Beschwerdebildern in diesem Bereich, sowie den yogatherapeutischen Interventionsmöglichkeiten.

Viele Yogis klagen über Schmerzen im Nackenbereich. Oft sind die Ursachen in einer durch vieles Sitzen oder durch Stress bedingten Fehlhaltung  zu suchen. Dadurch, dass der Kopf nicht mehr lotgerecht getragen wird, die Schultern hochgezogen werden oder die Schulterblattmuskulatur nicht richtig beansprucht wird, muss die Nackenmuskulatur viel Haltearbeit leisten, wodurch diese sich verspannt.

Diesen und anderen Ursachen kann man in der Yogatherapie durch gezielte Kräftigungs- und Dehnübungen aber auch mit Pranayama und Meditationen entgegenwirken.

Stressprävention (Burnout & Co.)

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In diesem Spezialisierungs-Modul beschäftigen wir uns ganz eingehend mit verschiedenen Stresssymptomen, den am häufigsten auftretenden Beschwerdebildern in diesem Bereich, sowie den yogatherapeutischen Interventionsmöglichkeiten.

Burnout, Migräne und andere stressbedingte Erkrankungen scheinen eine typische Begleiterscheinung des Lebens in der heutigen Zeit zu sein.

Yoga bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, diesen zu begegnen.

Durch gezielte Stresshormon-abbauende und Glückshormone-ausschüttende Asana-Praxis, beruhigendes Pranayama, Meditationen aber gerade auch durch die so heilsame Betrachtungsweise des Lebens in den Yoga-Sutren kann der Yogatherapeut für mehr Balance im Leben -oder modern ausgedrückt- zu einer harmonischen Work-Life-Balance beitragen.

Therapeutische Übungssequenzen (besondere Einheiten & Übungsreihen)

tl_files/unit_yoga/photos/Ausbildungsphotos klein/assists.jpgDas wichtigste Ziel in diesem Modul ist es, möglichst viele Übungen für die yogatherapeutische Arbeit in der Praxis mitzunehmen und die Anatomie so zu verstehen, dass das Erarbeiten weiterer eigenener Übungen möglich ist.

Wie kann ich einen simplen Drehsitz zu etwas Besonderem machen, indem ich kleinste Impulse gebe oder die Übung Modifiziere? Wie kann ich verschiedenste Yoga-Asanas in yogatherapeutische Übungen verwandeln, indem ich die Ausrichtung verändere, statische und dynamische Elemente kombiniere oder sogar mit sporttherapeutischen Übungen in Verbindung bringe.

Das Mysterium Yoga-Therapie wird hier deutlich und praxisnah vermitteln und gibt jedem ein klares Verständnis von der Thematik und der praktischen Umsetzung mit seinen Schülern.

Nach diesem Modul hast Du verschiedene Übungssequenzen für Deine therapeutische Arbeit an der Hand und kannst diese direkt anwenden.