Themenwoche im UNIT

Unsere Kurse stehen jede Woche unter einem anderen Thema. So können unsere Yogis und Yoginis sich auf Vielfalt, Kreativität sowie stets neue Impulse freuen und die Wirkung des Yoga jedes Mal ein wenig anders erfahren.

Wir spielen bei der Auswahl immer mit den verschiedenen Elementen des Yoga und so ist das Thema diese Woche:

Im Fluss der Atmung vom 15.10.-21.10.2018

Das wichtigste Element im Yoga ist unsere Atmung.
In der Yogapraxis setzten wir verschiedene Atemtechniken ein und/ oder verbinden den Atem mit der Bewegung.
So können wir den Fokus nach innen, auf uns selbst richten, damit Körper, Geist & Seele verbinden und so bewusst im Hier und Jetzt ankommen. Wir wollen die Gedanken mehr zur Ruhe bringen und (uns) frei atmen.

Um sich im Fluss der Atmung zu bewegen, beginnst du mit der bewussten Atmung und tauchst über aneinander gereihte Bewegungen ganz in ein fließendes Vinyasa ein. So synchronisierst du Atem und Bewegung auf eine Weise, die dich in eine Meditation in Bewegung bringen wird. Du kannst hier vollständig abtauchen, sodass Du am Ende den Tanz Deiner Atmung spielerisch beobachten kannst. Let it flow…

Die Atmung spiegelt auch unseren psychischen Zustand wieder. Erschreckt man sich, atmet man eher ein und baut Spannung im Körper auf, entspannt man sich (so wie abends, wenn man sich auf die Couch sinken lässt), atmet man eher aus und wird relaxter.

Noch eindrucksvoller ist die Anpassung der Atmung wenn man sich so richtig ärgert oder Stress hat.

Entwicklungsgeschichtlich betrachtet, entspricht das einem Zustand, in dem man sich auf das Kämpfen oder Fliehen vorbereitet. Es wird ein Stresshormoncocktail ausgeschüttet, der dafür sorgt, dass die Arme und Beine gut durchblutet sind (um mit dem Säbelzahntiger kämpfen oder vor ihm fliehen zu können), die inneren Organe werden weniger gut durchblutet (es wäre ja blöd mitten im Kampf auf die Toilette zu müssen) und die Atmung beschleunigt sich, um einen Sauerstoff-Engpass bei der Energiebereitstellung vorzubeugen.

Durch das Kämpfen oder Fliehen wird dieser Hormoncocktail dann quasi verbrannt und wir können uns danach wieder richtig gut entspannen. Doof nur, wenn wir -wie in unserem Alltag üblich- weder kämpfen noch fliehen, sondern uns einfach nur ärgern oder das Gefühl haben, uns wächst alles über den Kopf.

Hinzu kommt noch die umgekehrte Wirkung, also wie der Atem wiederum Psyche beeinflusst: Wenn sich unsere Atemfrequenz erhöht, denkt der Organismus, dass es gerade etwas zu bekämpfen gibt oder Wegrennen angesagt ist und versetzt aufgrund der falschen Atemfrequenz den gesamten Körper in Alarmbereitschaft. Haben wir uns beim Sprechen eine zu flache Atmung angewöhnt, wirken und fühlen wir uns hektisch und unausgeglichen und sind schnell müde und abgeschlagen, ohne zu wissen warum.

Deswegen macht es so viel Sinn, sich intensiv mit den eigenen Atemgewohnheiten auseinander zu setzen. Die Atmung zu beobachten:

  • Wann atme ich wie tief?
  • Wie atme ich, wenn ich spreche?
  • Wie atme ich wenn ich mich unruhig fühle?
  • Wie auf der Matte beim Yoga?

 

Wenn wir uns unserer eigenen Atmung wieder bewusst werden, können wir über die Atmung unseren Gemütszustand maßgeblich beeinflussen. Mehr Ruhe, mehr Entspanntheit und mehr Kontrolle über die eigenen Gemütszustände und Emotionen warten auf uns.

Interessante und empfehlenswerte Blogbeiträge zum Thema Atmung:



Eure Vorschläge?

Ihr könnt uns natürlich auch Themen-Vorschläge an info@unit-yoga.de zusenden!

Themen können einen anatomischen Fokus wie Wirbelsäule, Nacken oder Füße haben aber natürlich auch einen philosophischen Hintergrund wie "Freude" oder "Loslassen". Daneben gibt es auch energetische Themen wie z.B. das Herzchakra.